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Tower Bridge bei Nacht

Das Relaxen habe ich ernst genommen und erstmal eine Mütze Schlaf genommen. Noch dösig dringt Axels Stimme an mein Ohr: „Zack zack, jetzt aber auf. Wir sind nicht hier zum Schlafen. Lass die blaue Stunden ausnutzen. Rasch geht es mit der Kamera Ausrüstung zur Tower Bridge. Alles pulsiert.

Das Excitement der Besucher greift auch auf mich über. Schnell bin ich hellwach und sauge die ausgelassene Stimmung ein. Die Stadt ist im Partymode. Es ist Samstag Abend. Die Gebäude blitzen und funkeln um die Wette. Illuminationen unterstreichen die imposante Kulisse. Der viktorianische Baustil der Vergangenheit vermischt sich mit den modernen Wolkenkratzern des Bankenviertels und den Wohnblöcken der jüngsten Zeit.  Die Begeisterung der Massen für die Szenerie ist spürbar. Die Leute sind aus dem Häuschen. Vom Koreaner, Deutschen bis zum Inder, alle reissen ihre Fotosticks hoch und versuchen die buzzing city zu digitalisieren für die private Ewigkeit.

Nach unserem abendlichen Streifzug sind wir froh wieder in die ruhige Oase des Docks zurückzukehren. Wir „parken“ direkt unterhalb des Ivory Houses. Luxuriöse Penthäuser und Wohnungen mit Bars und Restaurants im ground floor umrahmen die Bassins. Musik der Bars und die Unterhaltung der Gäste verschmelzen zu einer Geräuschkulisse,  an die wir uns schnell gewöhnen. Doch um 24.00 Uhr ist es schlagartig still.

St Katharine Docks wurde von Thomas Telford entworfen und im Jahr 1828 eröffnet. Im 19. Jhd. waren die Docks von London einer der Hauptumschlagplätze in Europa für wertvolle und luxuriöse Güter wie chinesisches Porzellan, Elfenbein, Marmor, Mohairwolle, Seide, exotische Vogelfedern, Gewürze, Parfums, Tee, Wine und Alkohol.