Sitzen wir fest?

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In Santillana del Mar

Wild mit den Armen rudernd signalisiere ich, dass Axel richtig Gas geben soll, um schnell Schub zu geben. Der Wagen sinkt tief ein.

Im Val des Pas

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Puente Viesgo

Ein Toter und Hunderttausende ohne Strom.

Bei einem heftigen Sturm im Südwesten Frankreichs ist in der Nacht ein Mensch ums Leben gekommen. Hunderttausende Haushalte haben aktuell keinen Strom. Weiterhin gilt in vielen Regionen die höchste Unwetterwarnstufe. Der Südwesten Frankreichs hat aktuell mit den Folgen des Sturms Nils zu kämpfen. Ein LKW Fahrer kam ums Leben als in der Nacht nahe der Stadt Dax Äste auf sein Fahrzeug stürzten. Ein anderer LKW stürzte um auf der Strecke von Bordeaux nach Hendaye. Am frühen Morgen waren 900.000 Haushalte ohne Strom. Die Autobahn war teilweise gesperrt und Züge fielen aus. Auch in Spanien und Portugal hat es heftige Überschwemmungen und Sturmschäden gegeben.

Wir erfahren erst mehr als eine Woche später zufällig von denAuswirkungen, die der, Nils genannte, Sturm verursacht hat.

Glücklicherweise beobachten wir ohnehin für die Reiseplanung jeden Morgen das Wetter nicht nur oberflächlich, sondern mit Seewetterprogramm. So fiel der Besuch von Santander, das eigentlich auf unserer Route gelegen hätte aus, da es keinen Sinn macht bei vorhergesagten 53 Knoten, umgerechnet knapp 100 km/h Wind an der Küste sich mit Fahrzeug oder zu Fuss zu bewegen.

Strategischer Rückzug ins Hinterland ist angesagt, denn in den Bergen sollte die prognostizierte Regenmenge bei knapp der Hälfte liegen. Allerdings ist eine Niederschlagsvorhersage sehr vage zu treffen. Der Standort sollte attraktiv für den Zeitvertreib sein, aber auch nicht zu weit in das Landesinnere führen, damit wir schnell wieder auf die Küstenroute gelangen würden ohne einen zu grossen Umweg.

So lenkten wir den Wagen Richtung des Tales, das sich der Fluss Pas durch die Kantabrischen Berge grub, ohne zu wissen, dass wir damit eine Reise zu den Ursprüngen unserer  Spezies Homo Sapiens begonnen hatten.

Der Castro Valnera ist mit 1.718 Metern der höchste Gipfel der Gegend und die Passhöhe Puerto de las Estacas de Trueba lieht auf 1.150 m. Würden wir den Pass überqueren erstreckt sich dahinter das Quellgebiet des Ebro und die Strasse führt weiter zur grösseren Stadt Burgos. Gut zieht der kräftige Motor uns hoch und wir schrauben uns über die ersten Serpentinen zur Engstelle mit steilen Hängen und den tief liegenden rauschenden Fluss unter uns nach Puente Viesgo, das wie eine Pforte zum Tal an dessen Anfang liegt. Die Landschaft ist geprägt von steilen Grüntälern, die schnell in felsige Höhenlagen übergehen. Wir hoffen, dass die Bergkette den Wind abhält und uns eine ruhige Zeit beschwert.

Puente Viesgos Strassen sind schmal und führen vorbei an Grandhotel mit Palmenbestandener gepflegter Parkanlage, Thermalbadehaus des Hotels, einem weitläufigen Seniorenheimkomplex, modernen Ferienhäusern im Alpenstil, aber aich verfallenen Palazzos und Bauernhäusern. Am Ortsausgang finden wir glücklicherweise einen Parkplatz auf dem zwei orange LKWs abgestellt sind, die Kranaufbauten haben. Axel rangiert uns an den Rand.

Ein Stall mit Weide auf der drei Esel ab und zu krakeelen, laufende Hühner und ein bellender Hund befinden sich oberhalb der Mauer neben der wir parken. Vor Einbruch der Dunkelheit wollen wir unbedingt noch laufen und rüsten uns mit Regenjacken und Schirm aus. Ekeligerweise ist der Bürgersteig regelrecht gepflastert mit Hundehaufen. Die Häuser sind bäuerlich und allerlei landwirtschaftliche Gerätschatft liegt herum, vor einem Haus hängt Wäsche. Es wird mit Holz geheizt, das riecht man. Die leeren Fensterlaibungen leerer Häuser wirken wie ausgehöhlte Augen. Angenehmer der gepflegte Hotelkomplex mit Cafeteria und die flanierenden Badegäste. Einer fällt besonders auf. Es ist ein Alter in Badelatschen und nur mit einem albern bedruckten kurzen Hemdchen bekleidet, dass halboffen herumflattert wie ein Krankenhaushemd. Grüssen und einen Gesichtsausdruck aufsetzen tut der Senor allerdings, als sei er im feinsten Sonntagszwirn unterwegs. Das Thermalhotel muss gut gebucht sein den vielen Autos nach zu urteilen. Der heftige Regen erwischt uns doch noch und bald hängen im Camper vor allen Heizungsausströmern die nassen Klamotten. Der aufgeklappte Schirm muss auch noch unterkommen. Ich bin froh nach und nach wieder Platz schaffen zu können, wenn ein Teil trocken geworden ist. Kochen, Spülen, Planung für den nächsten Tag und dann ab ins Bett. Am Morgen Motorengeräusch, Arbeitsbeginn der LKW Fahrer. Die Nacht war ruhig, aber wir wollen hier nicht frühstücken, denn wir möchten früh am Besucherzentrum El Castillo sein. Ein moderner Granitbau streckt sich flach vor der Bergflanke oberhalb Puente Viesgo. Glücklicherweise ist der Parkplatz leer, denn wäre er voll, hätten wir es nicht so einfach mit dem Rangieren. Ein rotes Auto kommt an. Der Fahrer grüsst freundlich in bestem Deutsch. Das spanische Paar fragt woher wir kommen. Wieder erfahren wir die Spanier als höflich und kommunikativ. Das schicke Paar besichtigt heute die Höhle. Zwei Damen in attraktiver Arbeitskleidung sitzen hinter einem Tresen. Hinter ihnen hängen grosse Displays, die Uhrzeiten und Anzahl freie Plätze für die Besichtigungen zweier Höhlen anzeigen. Ich reseriere für morgen. Die Bestätigung wird per email zugeschickt. Draussen sticht die Sonne warm vom Himmel und wir frühstücken gemütlich.

Ontaneda

Später geht es einige Kilometer weiter zum Wohnmobilstellplatz in Ontaneda. Der Platz ist direkt an der Via Verde, einer ehemaligen Bahntrasse für den Minenabbau, die nun für den Tourismus zur Fahrrad- und Wanderstrecke erschlossen wurde und parallel zum Flussbett verläuft. Die Zufahrt zum kostenpflichtigen Platz ist grade eine Baustelle mit einem Arbeiter, der Zement verarbeitet. Er gestikuliert und hebt 3 Finger. Bevor ich die Zeichensprache übersetzt habe, kommt schon ein anderer Mann mit seinem Wagen und wieder in bestem Deutsch erklärt er uns freundlich, dass wir ab 15.00 Uhr auf den Platz fahren und wo wir uns bis dahin hinstellen können. Vorher lassen wir natürlich noch dem Huhn den Vortritt auf der Strasse.

Axel macht sich direkt daran unsere Fahrräder zu entladen und aufzubauen. Ich lege unsere Fahrradmonturen mit Helmen (diese sind in Spanien Vorschrift) heraus.

Zwei Möhren geschält und die Äpfel dazu, schon sind wir startklar und über den asphaltierten Fahrradweg, die Via Verde, geht es mit einem abschüssigen Niveau von 100m zurück Richtung Puente Viesgo.

Wir wechseln die Seite des Flusses Pas über eine alte Eisenbahnbrücke, deren löchrige Holzbohnen beim Überfahren klappern. Unter uns rauscht das Wasser. Der Pas ist mit Verbauungen reguliert, deren Mauern aufragen, so dass der Fluss durch eine Mulde in der Mitte durchfliesst.

Die Sonne durchflutet das Tal mit Wärme und die Natur ist bereits erwacht. Magnolienbäume stehen in rosa oder lila Blüte, Mimosenbäume in strahlendem Gelb verströmen ihren Duft. Auf den Weiden grasen Esel, Kühe und Schafe mit gedrehten Hörnern. Gehöfte sind mit Gemüsegärten, Schuppen und Holzstapeln umgeben. Raps wuchert wild auf abgeernteten Felder. Ein beleibter Bauer in Jeanshose und Karohemd ist direkt neben dem Weg beschäftigt mit einer Mistgabel Grünzeug auf einen Karren zu stapeln. Eine Frau führt ein Pferd am Halfter. Ab und zu begegnen uns Radfahrer, mal leger oder im bunten Rennoutfit. Brot wird angeliefert, Wiesen gemäht, in einer Schmiede gewerkelt. Eine wohltuende Geschäftigkeit, die eine friedliche Idylle vermittelt vom arbeitssamen Leben rechtschaffener Menschen.

In Puente Viesgo läuft der Kurbetrieb wie am Vortag und wir fahren noch ein Stück weiter bergab, bevor wir die etwas anstrengendere Rückfahrt antreten. Doch die Steigung über 10 km ist gemächlich und so sind wir bald wieder in Ontaneda, fahren noch weiter rauf nach Alceda zum Lupa Supermarkt. Vorbei an einem geschlossenen kleinen Laden mit holzgerahmten Schaufenstern in denen Schokolade ausgelegt ist, die den Eindruck macht dort schon eine lange Verweildauer hinter sich zu haben.

Zurück am Camper verstauen wir alles und fahren auf den Platz, dessen Zufahrt nun fertiggestellt ist. Bis zum Abend haben sich mit uns sechs Camper und ein britischer VW Bus angesammelt.

Die letzten Ankömmlinge inklusive des VWs haben es nicht mehr so trocken, denn inzwischen regnet es stark und der Wind hat aufgebrist. Grosse Pfützen bilden sich und wir sind die einzigen, die mit dem Heck zum Wind stehen. In der Nacht bricht draussen ein Inferno los. Heftige Sturmböen schütteln den Wagen, der Regen prasselt auf das Dach. Im Schein der blau leuchtenden Strassenlaternen sind dann irgendwann dicke Hagelkörner zu erkennen, die durch den Wind waagerecht fliegen und gegen unsere Heckscheibe knallen. Es ist ein Dämmerschlaf, den mit jeder neuen Böenwelle wachen wir wieder auf. Am Morgen hat sich das Wetter beruhigt. Der VW hat das Aufstelldach zu, vermutlich wäre es sonst weggerissen worden. Auf der Weide neben dem Platz ist ein Baum regelrecht gespalten worden und eine Hälfte umgestürzt. Gut, dass der Bauer die Kühe am Nachmittag in den Stall gebracht hatte. Der Fluss Pas ist angeschwollen weit über seine vorherigen Ufer und rauscht mit Getöse talwärts an den Bäumen reissend, die nun halb im Wasser stehen. Durch die Verbauungen bilden sich grosse Stromschnellen, die das Wasser dort wieder aufwärts fliessen lassen. Grosse Treibhölzer tanzen wild in den Strudeln. Wir sind froh den Fluss in sicherem Abstand zum Stellplatz zu haben.

Heute geht es zurück nach Puente Viesgo, um die Höhle El Castillo zu besichtigen.

Im Infocenter hole ich unsere Tickets ab und nach den Instruktionen fahren wir noch weiter hoch über eine schmale Bergstrasse zum Parkplatz vor dem Höhleneingang.

Höhle Cueva de El Castillo

Die Möglichkeit in greifbarer Nähe von echten  Ausdrucks- oder vermutlich Kommunikationsformen von menschlichen Wesen, die tausende von Jahren vor uns hier gewesen sind zu kommen, ist eine einzigartige Erfahrung. Die Tür zum Ursprung unserer Menschheitsgeschichte öffnet sich einen kleinen Spalt für die Besucher der erschlossenen Höhlen Kantabriens.

Die berühmteste und bekannteste Höhle von der ich bereits vorher gehört hatte, ist die Höhle von Altamira. Sie wurde bereits 1.985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und in ihr befinden sich die bedeutendsten Höhlenmalereien  wie grosse Bisongruppen und Abdrücke menschlicher Hände. Leider ist die Höhle seit mehreren Jahren für die Öffentlichkeit geschlossen. Ausnahmen einer Besichtigung werden nur für hochgestellte Persönlichkeiten gemacht. Der menschliche Schweiss, Ausdünstungen und Atem von Menschenmassen würden die Zeichnungen almählich zerstören ist die Begründung. In Altamira Nueva, einem Museum in dem die Höhlenbilder nachgeahmt wurden und die Höhle ansatzweise in Kunststoff nachgebildet wurde, kann der Otto Normalverbraucher dann einen Haken an die Erfahrung machen: Ich habe die Höhle von Altamira besichtigt. Eine sicher notwendiges Vorgehen, aber eben doch ein Abklatsch, der zwar nur 3,- Euro kostet, aber auch effektiver durch das Anschauen im Internet ersetzt werden kann.

Per Zufall kommen wir in die glückliche Lage gemeinsam mit zwei spanischen Damen und einem Guide in der Höhle El Castillo echte Zeichnungen zu sehen.

Im Gebirge Monte del Castillo neben dem Fluss Pas befinden sich vier prähistorische Höhlen. Wissenschaftler können durch Analysen der Gesteine und Erdschichten, Pigmentspuren die Zeitgeschichte abbilden und herausfinden wann die Höhle bewohnt wurde, wie alt die Zeichnungen sind. El Castillo war vor 150.000 Jahren bewohnt und ist damit die Höhle mit den ältesten Spuren einer Habitation in Spanien. Neben Zeichnungen sehen wir auch Handabdrücken und Gravuren. Erkennbar sind Pferde, Bisons, Ziegen, Handabdrücke, Hirsche und Symbole. Die Höhle ist aufgrund der Vielfalt der Stile, Themen und Maltechniken einzigartig in ganz Spanien.

Unser Guide, ein grauhaariger, drahtiger Mann mit stahlblauen Augen in Anorak, Boots und Mountainhose gibt uns und den beiden eleganten spanischen Ladies eine knappe Einweisung in der kleinen Ausstellungshalle vor dem Eingang zur Höhle, der mit einer Stahltür verschlossen ist.

“ Die Führung wird ca 45 min dauern, weil wir wenig Zeit haben, werde ich mich bei den Ausführungen in Englisch kanpp halten. Bitte befolgen Sie alle genau meine Anweisungen. Nichts berühren, keine Fotos” sagt er nachdrücklich. So kann ich nur die Drucke in der Ausstellungshalle abfotografieren.

Vor dem Zugang zur Höhle ist eine tiefe Grube mit Gerüst. Er redet auf spanisch und zeigt auf Schichten, noch können wir uns keinen Reim darauf machen, aber dann kommt die Übersetzung: Archäologen führen hier weitere Ausgrabungen durch und eröffnen die Schichten. Sie können Rückschlüsse ziehen, dass die Neanderthaler bereits 5.000 Jahre vorher die Höhle verlassen hatten, bevor die Homo Sapiens hier erschienen sind. El Castillo ist vor 41.000 bis 38.000 Jahren von den Homo Sapiens mit den Felszeichnungen versehen worden. Sie befinden sich überall in der Höhle, insgesamt 2.900 Bilder. In einem Zeitraum von 41.000 und 3.500 Jahren zurückliegend angefertigt. Besonders sind die 78 Handabdrücke von den Menschen, die in die Höhle kamen.

Wir betreten das Innere der Höhle. Sie ist nur sehr spärlich beleuchtet, unsere Augen müssen sich im ersten Moment an die Dunkelheit adaptieren. Axel hat zum Glück eine Taschenlampe mitgenommen. Der Guide warnt uns bei besonders glitschigen und unebenen Stellen. Ab und zu sind ein paar Stufen eingehauen, aber im Gro ist die Höhle wirklich naturbelassen und sehr wenig kommerzialisiert. Die Zeichnungen sind mit Netzen geschützt in den Bereichen wo man sie berühren könnte.

Unser Guide ist sehr enthusiastisch und obwohl er vermutlich tausende Male die Führung abgespult hat, vermittelt er einen Spirit, der dem Besucher das Gefühl vermittelt, hier grade eine aussergewöhnliche Entdeckung zu machen. Er freut sich selbst über die Interpretation und Erklärung der Zeichnungen. Dabei gibt er viele Hinweise. Beispielsweise haben die Menschen vorhandene Risse und Sprünge im Fels benutzt, um diese in ihre Zeichnungen zu integrieren. Wie konnten sie in der Dunkelheit diese Bilder erstellen? Sie hatten Lampen aus Tierfett, aber ungefähr nach 4 Minuten erlosch das Licht. Der Guide ahmt die Position der Beleuchtung nach und es zeigt sich dadurch ein völlig anderer Blickwinkel auf eine Wandmalerei als wenn man eine Taschenlampe darauf richten würde. Sehr beeindruckend ist dabei, dass unsere Vorfahren bereits mit Perspektive gearbeitet haben und dass unter diesen sehr schwierigen Bedingungen. Dunkelheit, Kälte, schwierig erreichbare Stellen an die man kriechen musste, Stellen über Wasser, denn in jeder Höhle gibt es einen See, der an der tiefsten Stelle entsteht wo sich das stetig tropfende Wasser sammelt. Wir hören von den Nachweis der verschiedenen Zeiträume durch die benutzen Farben wie Ocker, Eisenoxid oder Karbon. Der Guide leuchtet meist kurz eine Zeichnung an mit seiner Taschenlampe. Er überzieht schliesslich doch die Zeit, denn er selbst freut sich über jede neue Entdeckung wie er uns auch noch extra auf Kratzer hinweist, die sich durch einige Zeichnungen ziehen. “ Die Kratzspuren haben Bären mit ihren Tatzen hinterlassen.“ Das klingt ungemütlich hier im Dunkeln damals auf einen Bär getroffen zu sein, denke ich mir. Wir alle fühlen uns wie eine kleine Expeditionsgruppe, die eintaucht in diese archaische Welt der Vergangenheit unserer eigenen Spezies. Vor allem die roten Handabdrücke mit den fünf Fingern die zu 100 % einer menschlichen Hand entsprechen wie sie genau unsere eigene sein könnte, lässt ein Gefühl der Nähe zu diesen Wesen entstehen, die tausende von Jahren vor uns hier waren. Die wirklich individuelle und eindrückliche Führung geht zu Ende und wir nehmen ein Erlebnis in uns auf, dass sehr besonders war, weil es unsere eigene Existenz relativiert in seiner Bedeutung.

Lost in Laredo

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“ Wo steht der Wagen denn jetzt? Die Wohnblöcke sehen alle gleich aus”. An einer Strassenecke im strömenden Regen, der sich langsam aber sicher doch seinen Weg durch meine Regenjacke mit der, laut Verkaufstext ausgezeichnet hohen Wassersäule, bahnt und ein klammes Frösteln an den Armen erzeugt, überlegen wir, wo unser Parkplatz sein könnte.

Bilbaos zweites Gesicht

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Teil II

“Hier stimmt was nicht, wir sind hier fehl am Platz, mir kommt das komisch vor, auch diese eigenartigen Läden. Das soll das Casco Veixo sein?” wende ich mich an Axel. “Lass mal weiter gradeaus, sehen was kommt, aber zügig”, antwortet er.

Bilbao, Stadt mit zwei Gesichtern

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Teil I

Der Bilbao Effekt ist mittlerweile ein Terminus in der Ökonomielehre geworden. Er beschreibt die Auswirkungen eines plötzlichen Booms einer Region oder Stadt durch den Bau eines architektonisch aussergewöhnlichen Gebäudes mit einem besonderen Zweck. Das Guggenheim Museum ist sofort unweigerlich im Kopf eines jeden, dem die Stadt Bilbao genannt wird.

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