Karl Henrik Johansson ist der Eigner der „Alma af Hunnebostrand“ . Er fährt Fracht entlang der schwedische Westküste, aber auch nach Norwegen oder über die Ostsee. Die Fracht war hauptsächlich Holz und Steine, aber auch Salpeter aus Drobaek, Norwegen.

Traditionssegler vor Kungshamn

Wenn es keine Frachtaufträge gab, dann fischte die Crew, um sich zu versorgen. Karl Henrik wollte kein Deckshaus haben, da er meinte es behindere die freie Sicht. So stand er bei hartem Wetter ans Ruder gebunden ohne Schutz gegen Wind und Wellen. Während des 2. Weltkrieges waren nur Vater Karl Henrik und sein Sohn Folke an Bord. Der Sohn wurde auch mit Spitznamen Mohansen genannt wie die meiste Jungens aus Hunnebostrand. Sie waren beide gute Seemänner, hatten Humor und eine Gabe Geschichte zu erzählen. Die Kriegszeit waren für Crew und Schiff voller Gefahren. Minen auf See, Zusammentreffen mit anderen Schiffen, deren Absichten oft unklar waren. Schmuggelfahrten mit Waren und das Befördern von Briefen nach Norwegen waren riskant. So wurden oft Rollenlager transportiert von unterschiedlichen Häfen aus, um die Spione zu verwirren. Im Schutz der Dunkelheit brachten schnelle Torpedoboote dieses schwedische Produkt nach England. Dort wurde es für die alliierte Waffenindustrie eingesetzt.  Hunnebostrand ist seit dem 13. Jhdt. besiedelt. Als Heringsstation war der Ort sogar im  16. Jhdt die grösste Sieglung an der Küste. Das 19. Jhdt war geprägt von der Steinindustrie, die sich eben Hummerfang bis 1930 hielt. Das Leben an diesem Fleckchen Erde war karg und entbehrungsreich. Als Küstenmenschen lebte man von und mit dem Meer. Die Transportwege durch das Hinterland waren mühsam. Der Seeweg speziell im Winter gefährlich und vereist. Wer heute hier urlaubt und sich vom Stress der Grosstadt eine Auszeit gönnt, sucht genau diese Einsamkeit und Verbundenheit mit der Natur, die damals alltäglich war und eher beschwerlich anmutete. Dieser Zeitenwandel wird dem Besucher in Hunnebostrand bewusster als anderswo. Denn die Konturen dieser Bucht sind geblieben. Alte Fotos zeigen es.

Heute gibt es mehr Ferienhäuschen, einen Supermarkt und einen Küstenweg mit Steinskulpturen, sonst hat sich der Charakter dieses Küstendorfes bewahrt.