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Ich stecke den Kopf aus der Luke, alles ruhig. Nur hier und da das Zirpen eines Blesshuhns. Das Naturschutzgebiet Dintelse Gorzen erstreckt sich über 37 Hektar. Felder, Deiche, flaches Land. Verwundbar für Überflutungen.

Yachthafen Dintelmond

 

Doch das ist Vergangenheit. Durch den Deltaplan ist Südholland nun geschützt gegen Sturmfluten. Ein ausgeklügeltes System reguliert die Wasserstände. Wenn bespielsweise an einem bestimmten Pegelprüfstand am Rhein in Deutschland ein Grenzwert überschritten wird, dann lassen die Sperrwerke in Holland Wasser herausströmen. Gegen Mittag erscheint unser Bootsnachbar und wir kommen ins Gespräch. Sein Boot heisst Troubles. Er sei einmal in Dover eingelaufen und da sei ihm dein Rettungsboot entgegengelaufen. Bei der Anmeldung über Funk hätte man wohl verstanden, er hätte trouble, also Probleme, dabei sei es doch nur der Schiffsname. Es ist heiss und der alte Mann tut mir fast ein bischen leid wie er da in der Hitze auf dem Boot herumwerkelt und sich leidlich bemüht eine ausgerauschte Schot am Baum wieder einzufädeln. Seine mitgebrachten Bambusstäbe brechen ab. Zweite Versuch mit Schläuchen. Schliesslich geben wir ihm einen Draht und dies führt zum Erfolg.

Per Bus machen wir einen Abstecher nach Roosendal.

In einer Passage im Jugendstil gehalten mit viel Glas stellen elektronisch gesteuerte  Schaufensterpuppen Cafeszenen nach.

Passage in Roosendaal

In der Stadt ist nicht viel los. Einige Kinder kühlen sich kreischend am Springbrunnen auf dem Marktplatz ab. Wer kann, sucht Schatten und hält sich unter den Sonnenschirmen in den Cafes oder Restaurants auf.

Am Marktplatz in Roosendaal