Nach dem Blitzkrieg gegen Polen startete Deutschland am 10. Mai 1940 eine Offensive gegen die neutralen Länder Niederlande, Belgien und Luxemburg. Von den Schlachtfeldern zurückgedrängt zogen sich die allierten Verbände der vornehmlich französischen und britischen Truppen nach Dunkerque zurück. Sie hofften auf eine Evakuierung über den Seeweg nach Grossbritannien. Bald waren 400.000 Soldaten in einem schmalen Korridor eingeschlossen, der durch die Feinde intensiv bombardiert wurde.

Es gelang mit ca. 1400 Seefahrzeugen aller Art, darunter auch Sportbooten bis zu 340.000 Mann lebend nach England zu bringen. Die Operation gelang in nur neun Tagen (26. Mai bis 9. Juni 1940) Danach wurden die Häfen von Dunkerque restlos zerstört. Operation Dynamo gilt als die grösste Evakuierung in der Geschichte. Der Mut und Widerstand vieler einzelner Seeleute und Zivilisten rettete viele Soldaten trotz der intensiven Bombardierung aus der Luft und den Kämofen am Boden. Eine zentrale Rolle nahm das Fort des Dunes ein. An die einhundert man unter General Janssen hielt den Stellung, um ihren Kameraden den Rückzug zu ermöglichen. Sie verloren alle ihr Leben. Viele kleine  Segelboote leisteten Fährdienste, um die Soldaten vom Strand zu übernehmen und zu den grösseren weiter draussen ankernden Schiffen zu transportieren. Wer es endlich aus dem Schutz der Dünenkette über den offenen Strand und durchs Wasser watend auf ein Boot geschafft hatte, der war noch nicht in Sicherheit. Pausenlos wurden Luftangriffe auf die Schiffe geflogen und Etliche fielen dem Bombenhagel zum Opfer.