Month: June 2016 Page 1 of 2

Tallinn

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Port Noblessner – Rennyacht

Tallinn Domberg

Bei Nebel und Regen und dunstigem schwülheissem Wetter, ist es uns bisher noch nicht gelungen gute Fotos vom mittelalterlichen Stadtkern zu machen. Endlich ist es morgens klar und der Himmel strahlt blau. Wir entscheiden uns, zur Stadt zu laufen und erreichen nach einer halben Stunde eine Aufstiegstreppe zum Domberg. Die Altstadt besteht aus zwei eigenständigen Teilen: der Ober- und Unterstadt. Zwei Gassen verbinden die beiden Teile. Sie werden als die zwei Beine Tallinns bezeichnet; das lange Bein (Pikk jalg) und das kurze Bein (Lühike jalg). Der Domberg selbst hat viele Kopfstein bepflasterte enge Stiegen. In früheren Zeiten lebten die Adeligen auf dem Domberg und schauten auf die Kaufleute und Handwerker herab was ihnen ja auch im symbolischen Sinne immer nachgesagt wird. Die Stadtmauer wird von runden Türmen unterbrochen. Sie sollten die Stadt schützen und boten Raum für Soldaten und Waffen. Die Türme tragen verschieden Namen: Jungfru (Mägdeturm), Eppinger, Kiek in de Koek, Pik Hermann.Der Turm Kiek in de Koek ist mit seinen 38 Metern so hoch, dass die Wachen früher scherzten sie könnten vom Turm durch die Schornsteine der darunter liegenden Häuser direkt in deren Küchen schauen und sehen was gekocht wird (Kiek in de Koek = Schau in die Küche). Der Pik Hermann Turm, also Langer Hermann wurde 1371 erbaut und steht an der südwestlichen Ecke der Burg Tompeea. Die Burganlage behebergt heute den Sitz der Regierung Estlands. Jeden Morgen wird die blau/weiss/schwarze Nationalflagge Estlands auf dem Langen Hermann gehisst. Darauf ist das Volk besonders stolz, denn die Flagge durfte 47 Jahre lang nicht wehen.Viele Namen und Begriffe wie Leib für Brot sind dem Deutschen entlehnt. Als alte Hansestadt Reval war das Plattdeutsche damals offizielle Amtssprache der Hanse und somit nahezu im ganzen Ostseeraum die Sprache Nummer eins. Vieles hat sich davon bis heute gehalten und daher ist in dem Ländern rund um die Ostsee von Schweden über das Baltikum bis Polen für den deutschen Reisenden das Lesen und Verstehen der einzelnen Sprachen nicht zu schwierig. Nach und nach klappern wir alle Aussichtsplattformen auf dem Domberg ab, die übrigens …

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Tallinn Arbeiterviertel / Kulturzentrum

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Arbeiterviertel Kopi und Rocca al Mare Einkaufszentrum

Plattenbauten in Kopi

Wie ist das Leben ausserhalb der touristischen Altstadt? Das wollen wir herausfinden und fahren mit unserer Buslinie drei zur Endhaltestelle ausserhalb des Zentrums nach Kopi. Der Bus schlägt die Richtung zu den Werftbetrieben und Industrieanlagen ein. Wir fahren vorbei an zerfallenen Fabrikhallen und mehrstöckigen tristen Wohnblocks. Die Häuser bilden gleiche Abstände und lassen jeweils einen Grünstreifen frei wo auf verrosteten Eisenstangen ab und zu Wäscheteile hängen. Ein Supermarkt wirkt wie ein kommunistischer Konsum. Die Menschen sind altmodisch und billig gekleidet. Viele Gesichter wirken grob und verhärmt. Im Bus werden wir gemustert. Dies ist wohl keine Gegend für „Fremdkörper“. Mitten im Arbeiterviertel geht es raus im Pulk mit den wegstrebenden Menschen, die gebeugt unter der Last von Aktentaschen oder Plastikbeuteln mit Einkäufen in Hauseingängen verschwinden. Wir wenden uns Richtung Meer. Die Häuser weichen grosszügigen Parkanlagen und Wald. Eine weite Bucht öffnet sich mit einem langen Sandstrand. Die Küste ist gut besucht. Meist sind es Mütter mit Kindern und Kinderwagen, aber auch ältere Menschen, die hier den Tag verbringen. Einige stehen am Kiosk Schlange für Eis. Wir spazieren die ganze Bucht entlang, deren Wege teils über Holzstege durch Schilfgebiet geführt werden. Am Ende liegt ein modernes Einkaufsviertel. Das Rocca al Mare Zentrum. Bei unnachgiebiger Sonne queren wir Parkplätze und wollen mit dem Bus zum estischen Freilichtmuseum. Doch nachdem wir über eine halbe Stunde vergeblich nach der richtigen Buslinie an verschiedenen Haltestellen gesucht haben, geben wir auf und verholen und in eine Pizzeria im klimatisierten Einkaufszentrum, um wieder Kraft zu tanken. Nach dem Essen kaufen wir im gut sortierten Supermarkt Prisma ein. Ein internationales Warenangebot für food und non- food umgibt uns, doch unsere Transportkapazitäten sind begrenzt.Wir stocken auf mit dem leckeren fluffigen Hüttenkäse (Kooduste) von Pimameister Otto. Pimameister ist ein Milchmeister. Axel ist auf den Geschmack des Bieres von Karl Friedrich Rehbinderi gekommen und deckt sich ein. Mit vollen Rucksäcken und Tragetaschen geht es bepackt per Bus zurück an Bord.

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Tallinn Seaplane Harbour und U-Boot

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Besuch Seaplane Harbour mit Schiffahrtsmuseum und U-Boot Lembit

Am nächsten Morgen stecke ich meinen Kopf aus der Luke und sehe nicht weit. Pottendichter Nebel umfängt uns. Noch in der Koje hatte ich schon die Schiffshörner gehört. Das Tuten geht weiter.Wir planen bei diesem Wetter einen Museumsbesuch, denn für den Nachmittag ist Regen angesagt.Diesmal verlassen wir das Hafengelände, indem wir ein Zaun Ende runden und die Böschung eines Damms hochklettern. Dies ist die Alternativroute, um den Wachhund auszutricksen.

Der Wasserflughafen (Lennusadam); Lennu = Flug, Sadam = Hafen, beherbergt heute ein Museum, das die maritime und militärische Geschichte Estlands erzählt. Nach Jahren der Aufbau- und Restaurationsarbeit und Zusammenstellung der Exponate, konnte das Museum 2012 eröffnen. Die Russen hatten noch kurz vor der Rückgabe des Landes an die Esten den Komplex widerrechtlich an einen Investor verkauft. Eine riesige zusammenhängende Halle mit Betonkuppeldächern, die eine immense Fläche überspannen ohne Pfeiler wurde 1916/17 erbaut. In der damaligen Zeit war diese Bauart weltweit einzigartig. Durch Sound- und Lichteffekte wird der Besuch zu einem Erlebnis. Höhepunkt ist das 1936 in England erbaute U-Boot Lembit. Das Museum führt den Besucher in zwei Ebenen an den Exponaten vorbei. Auf und unter der Wasseroberfläche. Der blaue Boden ist einer Seekarte nachempfunden und mit Tiefenlinien- und angaben versehen. Soundeffekte vermitteln einen Eindruck von den Geräuschen in einem U-Boot unter Wasser. Man müsste Tage hier verbringen, um alle interessanten Details und Geschichten aufzunehmen. Abhilfe schafft hier ein modern gestaltetes Infosystem. Mit Hilfe einer RIF Chipkarte kann sich der Besucher an allen Stationen Texte laden und über die Karte direkt an die eigene E-Mail Adresse versenden. Wir tauchen in die bewegte Geschichte des Baltikums ein mit seinen kriegerischen Auseinandersetzungen und den Besitzwechseln unter den Anrainervölkern. Interessant ist auch die Entwicklung des Segelsports oder der Schiffahrt zum Zwecke der Fischerei und des Handels. Kinder werden von Flaggeschützen angezogen und klettern darauf rum. Ich interessiere mich für die Funktionsweise der verschiedensten Seeminen und den unterschiedlichen Verfahren der Räumung derselben. Streift ein Schiffsrumpf eine Seemine, dann geht in deren Inneren durch die Erschütterung ein kleiner Glaskolben zu Bruch. Eine Chemikalie zündet daraufhin das explosive Pulver im Inneren. Über unseren Köpfen schwebt ein Wasserflugzeug. An die Kuppeldecke werden Schatten von überfliegenden Flugzeuggeschwadern projeziert und dazu gibt es Flugzeugmotorenlärm. Alles wirkt so echt, dass wir unwillkürlich unsere Köpfe einziehen. Der schwarze Rumpf des U-Bootes Lembit wirkt massig. Durch eine Luke steigen wir hinein. Kommandostand, Kombüse, Kapitänskabine, Torpedoraum, Batterieraum, alles durch Schotten getrennt und in jeden Bereich steigen wir wieder durch die engen runden Luken. Die Beschriftungen sind russisch. Auf engstem Raum hängen die für unsere Begriffe viel zu kleinen Kojen freischwebend über Rohren, Ventilen, sogar Torpedos. Toiletten gibt es auch nicht allzu viele, von Dusche gar nicht zu reden. Schon die wenigen Minuten lassen einen die Entbehrungen und vor allem Auszehrungen der Mannschaft spüren. Wer hier im U-Boot auf Tauchtiefe seinen Dienst versah, der musste schon hart gesotten sein. Heisse, stickige Luft, unterschiedlichste Gerüche und dabei immer Todesangst versenkt zu werden, entweder vom Feind oder durch technische Mängel. Die Enge, das Ausgeliefert sein muss unaufhörlich an den Nerven der Männer gezerrt haben. Die aufgezwungene Gemeinschaft und dann wieder Einsamkeit – weit weg von den Lieben nahezu ohne Kommunikationsmöglichkeit wie es zu Hause aussah. Ein extremes Leben an dem wohl einige zerbrochen sind.Nach einer Viertelstunde reicht es uns und wir sind froh aus der Röhre aufzusteigen. In einem Simulator erleben wir noch wie sich ein fahrendes U-Boot anfühlt. Die Tür schliesst sich hinter uns. Vor uns sitzt noch ein Vater mit seinen zwei Söhnen. Wir sind froh, dass der Simulator nicht voll besetzt ist. Auch so schon steigt in mir eine Beklommenheit hoch, obwohl die Tür nur angelehnt ist. Dieselmotoren springen an, es ruckt. Die Luft ist stickig. Schnell merke ich, eine U-Boot Karriere wäre nichts für mich und verschwitzt verlassen wir nach 15 Minuten diesen simulierten Tauchgang.Entspannen können wir uns auf der Empore bei einem Lunch im Restaurant Maru. Ein Glück, dass wir in dieser Friedenszeit leben, die hoffentlich noch lange anhält.

Bild 1: Estin auf dem Bug des Eisbrechers

Bild 2: Seaplane Harbour Hallen

Bild 3 und 4: Historische Kriegsschiffe

Bild 5: Im Maschinenraum des Eisbrechers

Bild 6: Torpedorohre im Inneren des U Bootes Lembit

Bild 7: Wasserflugzeughalle mit Museumsstücken

Tallinn Kadriorg und Pirita

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Nachdem Zar Peter der Grosse im früher 17 Jahrhundert das Baltikum eroberte, etablierte er einen Palast mit einem öffentlichen Park und benannte ihn Ekaterinenthal. Wasserfontänen, Teiche und Wald wurden angelegt und erfreuen noch heute die Anwohner und Besucher. In den folgenden zwei Jahrhunderten siedelten sich in den Strassen um Katharinenthal (auf estonisch Kadriorg) herrschaftliche Villen aus Holz an. Bis heute ist die Gegend ein Wohngebiet für Gutbetuchte geblieben. Direkt hinter dem Katharinenpalast liegt der Präsidentenpalast. Zar Peter überwachte persönlich die Bauarbeiten des 1718 begonnenen Palastkomplexes, den er für seine Gattin Katharina vom Architekten Nicola Michettin erbauen liess. Peters Haus nimmt sich gegen den Palast eher bescheiden aus.

Vorbei an schönen alten Holzvillen, einem Schwanenteich mit weissem Pavillion durch gepflegte Grünanlagen mit altem Baumbestand laufen wir Richtung Palast. Mütter mit Kinderwagen oder herumtollenden Kleinkindern und viele andere Ausflügler nutzen den Sonntag im Park. Es gibt Tennisanlagen, die alle bespielt werden, ein Kindermuseum mit angegliedertem grossem Spielplatz, der eher einem Phantasieland gleicht, so aufwendig ist er gestaltet. Auf den schattigen Wegen flanieren Liebespaare. Die Art und Weise wie sie sich angezogen sprich „fein gemacht“ haben und der Blumenstrauss der Dame vermittelt das Gefühl, dass es sich bei den Paaren um das erste Date handelt. Die Damen haben ihren Blick leicht gesenkt und schauen auf die Blumen, die sie locker in eine Ellenbogenbeuge gelegt haben. Sie lauschen den Herren, die ihnen leise einige Sätze zusprechen. Langsamen Schrittes ziehen die Pärchen dahin. Der Herr im Anzug mit Hut und die Dame im gepunkteten Sommerkleid und Pumps mit Handtasche oder im langen blumengemusterten Kleid mit freiem Rücken und Stola.

Wir erreichen den Katharinenpalast. Wasserspiele, Springbrunnen ornamentartig angelegte Blumenbeete umgeben das rosa-rötlich gestrichene Gebäude. Ein immer wiederkehrendes Element sind steinerne Vasen. Ein russisches Stilelement, dass wir noch oft auf unserer Reise sehen werden.Heute birgt der Palast ein Kunstmuseum mit alten Meister. Vorbei am Präsidentenpalast erreichen wir das 2008 erbaute KUMU Kunstmuseum. Ein ultramoderner Bau, der moderne und zeitgenössische Kunst präsentiert auf sechs Etagen. Dafür haben wir heute keine Zeit und nutzen nur die Toiletten. Es ist heiss und wir suchen wieder den Schatten. Der Park wird dichter und wilder. Freiflächen sind nicht gemäht. Das Gras steht über einen halben Meter hoch. Gruppen junger Leute sitzen mitten in diesem Unkraut und Gras. Sie rauchen, lesen, unterhalten sich. Es schauen nur die Köpfe raus. Wir haben Angst vor Zecken und bleiben auf den Wegen. Bald sind wir an der Strandpromenade wo uns wieder die drückende Hitze empfängt. Unerbittlich sticht die Sonne auf uns nieder.

Pirita liegt 6 km vom Zentrum entfernt. Sandstrände und Pinienwald liefern ideale Voraussetzungen als Naherholungsgebiet. Wir laufen weiter. Das windstille, heisse Wetter hat noch einen unschönen Effekt: es stinkt. Eingebetet in Schlick liegen unzählige Steine umringt von einem schleimigen braungrünen Algenteppich, der einen stechenden Geruch verbreitet. Der Autoverkehr auf der vielbefahrenen vierspurigen Strasse mit seinen Abgasen verdichtet die Luft zusätzlich. Der Marsch wird zur Strapaze. So beachten wir das monumentale Denkmal, das einer nicht zu Ende gebauten Autobahnbrücke gleicht und dessen Betonplatten hässlich in die Gegend ragen, kaum. Das Maarjamäe Denkmal wurde zu Ehren der Gefallenen im Zweiten Weltkrieg errichtet. Auch einen Abstecher zur Sängerfestwiese, deren gebogenes Dach der Konzertarena, wir von weitem sehen, lassen wir ausfallen. Hat der Platz zwar historisch grosse Bedeutung für die Esten, denn hier begann 1988 die „singende Revolution“ gegen den Besatzer Sowjetunion. Estisches Liedgut war verboten. Aber die Esten begehrten auf und sangen ihre Weisen gegen den Kommunismus, der ihnen aufgezwungen wurde. Am Yachtzentrum erinnern nur noch die monotonen Plattenbauten aus Beton an die Zeit der Repression. Wobei die Gebäudekomplexe Ähnlichkeit mit dem Oylmpiahafen in Kiel haben. Ansonsten unterscheidet sich die Szenerie hier nicht mehr vom Westen. Sportlich gekleidete Yuppies in Gant, Henri Lloyd, Helly Hansen und co. machen Rennziegen startklar. Wohnmobile, auch Deutsche, stehen auf dem Parkplatz. Immer den Schatten suchend, laufen wir im Zickzack zum Yachtclub und geniessen bald auf der Terasse des Kalevi Jaht Klubi ein leckeres Essen. Meine Joghurtsuppe schmeckt vorzüglich und Axels Lachs mit Gemüse ist auch auf den Punkt gegart. Gesättigt queren wir eine Brücke über den Fluss (estisch: Jogi) Pirita und werfen einen Blick auf die 35 Meter hohe Fassadenriune des im 15. Jhdt. erbauten Nonnenkonvents der Brigitten bevor wir den Bus zurück nehmen.

Bild 1: Pärchen vor Anton Hansen Tammsaare Museum

Bild 2: Kadriorg Palast

Bild 3: KUMU Kunstmuseum

Bild 4: Yachthafen Klub Kalevi in Pirita

Bild 5: Fassade des Brigittenklosters

Tallinn KGB Museum im Viru Hotel

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gut beschützt!

gut beschützt!

Von den eingesammelten Propekten im Touristenbüro stach mir ein Angebot ins Auge:Besuch des obersten Stockwerks eines Hotels wo das russische KGB seine Abhörstation eingerichtet hatte. Am Vortag hatten wir uns an der Rezeption für die nur mit Guide zugänglichen Räume angemeldet. Voller Spannung ging es rechtzeitig in die Stadt, denn um 13.00 Uhr sollten wir dort sein. Im Jahr 1972 waren es noch ungefähr 20 Jahre bis die Sowjetherrschaft in Estland enden sollte. In dieser Zeit musste das Hotel Viru, in dem ausländische Gäste abstiegen, im obersten Stock eine Aussenstelle des KGB beherbergen. Heute gibt das KGB Museum einen Einblick in die Ära der Parallelwelten zur Zeit des Kommunismus. Während die Elite der Sowjets unter der Parteiführung ohne unvorhergesehene Zwischenfälle lebten, so war die echte Welt draussen für das Volk komplizierter. In dieser Welt war die Hotelbar wo man an Devisen kam ein Magnet. Die heutige Werbung verspricht: Schon einmal Hammer und Sichel in der Valuuta Bar probiert?Erwartungsvoll lassen wir uns in der Hotel Lobby in bequeme Sessel fallen und beobachten das sehr geschäftige Treiben um uns herum. Nach einer Viertelstunde sind es bereits ca 25 – 30 weitere Touris, die warten und es wurden kontinuierlich mehr. Axel hat sich inzwischen bereits die KGB Räume im Internet angesehen und meint: In den engen Räumen mit den vielen Menschen macht die Besichtigung keinen Sinn. Das „Museum“ besteht aus zwei kleinen Zimmern mit aus heutiger Sicht alter Abhörtechnik und zwei Schreibtischen; nicht so spannend! Im Ergebnis wurden Regimekritiker und Gäste vom Klassenfeind überwacht und alles akribisch dokumentiert. Also bleiben wir sitzen als es los geht. Draussen prasselt mittlerweile der Regen. Stattdessen schlendern wir durch das dem Hotel angegliederte Einkaufszentrum Viru Keskus und das grosse Kaufhaus Kaubamaja. Das Warenangebot kann mit dem von Berlin, London oder Paris durchaus mithalten. Bekannte Marken und Luxusartikel finden regen Anklang bei der anscheinend kaufkräftigen Kundschaft. Wir warten darauf, dass der Regen aufhört und vorbei an vollen Restaurants und Shops sind wir froh bald aus dem Getöse von Waren, Menschen, Musik, Stimmen und Gerüchen herauszukommen.

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